Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

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25. Oktober 2021

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GESCHICHTE DER BIOLOGIE: MIKROSKOP


Die alten Griechen hatten bereits erkannt, dass Hohlspiegel und mit Wasser gefüllte Glaskugeln Vergrößerungseffekte bewirken. Im Museum in Knossos sind kleine Linsen aus Bergkristall ausgestellt, mit deren Hilfe im ersten Jahrtausend vor Christus kleine Schmuckstücke hergestellt wurden. Im siebzehnten Jahrhundert begannen Bastler, Linsen mit unterschiedlichen Krümmungen zu schleifen. Den Anstoß dazu hatte der Erfolg des Galileo-Fernrohrs gegeben, das in der Astronomie angewandt wurde.

Allmählich kamen Vergrößerungsinstrumente in Gebrauch, die dazu führten, dass die Biologie auf eine breitere Basis gestellt werden konnte. Die neuen Instrumente, die mit den heutigen Mikroskopen noch wenig zu tun hatten, waren immerhin so gut, dass Naturforscher kleine Lebewesen und anatomische Details mit noch nie gesehener Präzision beobachten konnten.

Rote Blutkörperchen

Der holländische Naturforscher lan Swammerdam (1637 - 1680) beobachtete Insekten und fertigte wunderbare Zeichnungen an. Er entdeckte auch, dass das Blut nicht einheitlich rot gefärbt war, sondern dass es unzählige winzige Körper enthielt, die ihm ihre Farbe gaben. Diese Zellen sind heute als rote Blutkörperchen bekannt.

Der englische Botaniker Nehemiah Grew (1641 - 1712) untersuchte Blüten. Der holländische Anatom Regnier de Graaf (1641 - 1673) untersuchte Hoden und Eierstöcke bei Tieren. Er beschrieb dabei Strukturen des Eierstocks, die noch heute "Graafsche Follikel" genannt werden.

Arterien und Venen

Ein besonderer Durchbruch gelang dem italienischen Physiologen Marcello Malpighi (1628 - 1694). Er widmete sich wie alle anderen forschenden Zeitgenossen der Untersuchung von Pflanzen und Tieren. In den Lungen der Frösche fand er ein Gewirr von winzigen Blutgefäßen, die er akribisch verfolgte. Als er die dünnsten Adern bis zur Einmündung in größere verfolgte, fand er heraus, dass es sich um Venen in die eine und um Arterien in die andere Richtung handelte. Die mikroskopisch kleinen Gefäße wurden "Kapillarien" (Haargefäße) genannt. Die Entdeckung wurde im Jahre 1660 bekannt und vervollständigte die Theorie des Blutkreislaufs.

Der holländische Kaufmann Anton van Leeuwenhoek (1632 -1723) entwickelte das Mikroskop weiter. Er benutzte einzelne Linsen, die so klein waren, dass sie aus blasenfreien Glasstücken hergestellt werden konnten. Er schliff diese geduldig und penibel, bis er klare Bilder mit zweihundertfacher Vergrößerung erhielt. Erst diese Entwicklung ermöglichte revolutionäre Entdeckungen wie die Zellen, aus denen alle Lebewesen bestehen.



© 2020 Rudolf Öller, Bregenz  [/2020/roe_2030]


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Helden der Wissenschaft:
Robert Andrews Millikan
(1868-1953)
hatte die scheinbar verrückte Idee, Öltröpfchen in einem elektrischen Feld schweben zu lassen und vermaß damit erstmals die elektrische Elementarladung.

Silvia liest

Rudolf Oeller:

"Theke, Antitheke, Syntheke"
(Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod)
Verlag novum, Zürich. ISBN 978-3-99130-025-0

Buchrückentext: "Wir waren eine großartige Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern waren dabei. Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Truppe, fast schon ein Dream Team. Drink Team trifft es allerdings besser. Voll Hoffnung starteten wir ins Coronajahr 2020, am Ende wurde es eine teils fröhliche, teils depressive Reise in den kollektiven Tod.
Zunächst glaubten wir, es habe sich um Unfälle gehandelt, die wahren Hintergründe kamen erst an Weihnachten und auch nur zufällig ans Tageslicht. Wie es zu diesen Ereignissen kam? Das ist eine lange Geschichte, die ich am besten anhand meines Tagebuchs erzähle, beginnend mit dem ersten Stammtisch des verdammten Jahres, an dem wir alle trotz Ringen unter den Augen noch fröhlich feierten."

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