Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 2008

Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. (George Orwell)

15. September 2026

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BEDENKJAHR 2008

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Das Jahr 2008 wurde mehrmals als „Bedenkjahr“ angekündigt, weil es runde Jubiläen gibt, die es zu „bedenken“ gilt. Da ist einmal das Revolutionsjahr 1848. Die Unruhen begannen Ende Februar in Frankreich und griffen rasch auf andere Länder über. Gefordert wurden in erster Linie Presse- und Meinungsfreiheit, freie Parlamente und andere Rechte, die heute in den demokratischen Ländern selbstverständlich sind. Dann gab es das unselige Jahr 1933, in dem Hitler in Deutschland an die Macht kam. Schließlich folgte das Jahr 1938, in dem Österreich von der Landkarte verschwand. Als nächstes markantes 8er-Jahr erweist sich 1968, in dem die Sowjetkommunisten den nach Freiheit rufenden Tschechen eine brutale Lektion erteilten und Studenten überall in Europa auf die Straßen liefen um zum „Marsch durch die Instanzen“ aufzurufen.

Weniger bekannt sind die Gedenkjahre der Wissenschaft, von denen einige hier genannt seien. 1608 erfand der deutsch-holländische Brillenmacher Hans Lipperhey das Fernrohr. Dieses Gerät hat nicht, wie oft behauptet wird, der Italiener Galileo Galilei erfunden. Dieser hat es lediglich verbessert, um es auch in der Astronomie einsetzen zu können. 1658 erschien „Opera omnia chimica“ von Rudolf Glauber. Es handelt sich um eines der ältesten Standardwerke der Chemie. Im gleichen Jahr beobachtete der niederländische Naturforscher Jan Swammerdam erstmals rote Blutkörperchen im Mikroskop. 1708 erschien ein äußerst bemerkenswertes Buch namens „Institutiones medicae“. Geschrieben hat es der niederländische Mediziner und Botaniker Hermann Boerhaave. Er war der Meinung, dass Lebensprozesse im Körper grundsätzlich naturwissenschaftlich beschreibbare chemische Vorgänge seien. Das ist heute Standardwissen, damals war es eine unerhörte Neuigkeit. 1758 behauptete der französische Philosoph Claude Adrien Helvetius in seinem Buch „De l’Esprit“, dass sich der menschliche Geist infolge von Sinneseindrücken entwickelt und nicht aufgrund angeborener Anlagen. Der Autor wurde arg bedrängt, sein Werk später verboten und öffentlich verbrannt. Heute weiß man, dass sowohl Umwelteinflüsse als auch genetische Ursachen für die unterschiedlichen psychischen Verfassungen maßgeblich sind.

Sucht man nach „Jubiläen“, in denen die Wissenschaft auch nachhaltig auf die Politik einwirkte, so findet man zwei Jahre. Zu Weihnachten 1938 entdeckte der deutsche Chemiker Otto Hahn in Zusammenarbeit mit der österreichischen Physikerin Lise Meitner – unweit von Hitlers Reichskanzlei in Berlin - die Atomkernspaltung, und 1948 zündeten die USA am Bikini-Atoll im Pazifik die ersten nuklearen Bomben nach dem 2. Weltkrieg. Damit begann das atomare Wettrüsten.




© 2008 Rudolf Öller, Bregenz

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Helden der Wissenschaft:
Jean Bernard Foucault
(1819-1868)
wies mit Hilfe eines langen Pendels die Erdrotation nach, verbesserte das Spiegelteleskop und erfand das Gyroskop, das vor GPS das wichtigste Navigationsgerät in Flugzeugen war.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch