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11. Juli 2020

 

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GESCHICHTE DER BIOLOGIE: NOMENKLATUR


Aristoteles hatte rund fünfhundert Tierarten beschrieben und sein Schüler Theophrastos von Eresos ähnlich viele Pflanzenarten. In den folgenden zwei Jahrtausenden waren durch Beobachtungen und Entdeckungen neuer Kontinente immer mehr Arten zutage gefördert worden. Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts sammelten sich Aufzeichnungen zehntausender Pflanzen- und Tierarten.

Es war notwendig geworden, Pflanzen und Tiere in Gruppen zusammenzufassen. Der englische Naturforscher John Ray (1628 - 1705) war der erste, der einen Versuch in dieser Richtung unternahm. Zwischen 1686 und 1704 veröffentlichte er eine dreibändige Enzyklopädie über pflanzliches Leben, in der er 18.640 Arten beschrieb. Gleichzeitig arbeitete er an einem Buch über Tiere. Als kennzeichnendes Merkmal der Gruppen nahm er meistens Zehen und Zähne.

100.000 Arten

Ray teilte beispielsweise die Säugetiere in Gruppen mit Zehen und mit Hufen. Die behuften Tiere teilte er weiter in einhufige (Pferde), in zweihufige (Hornvieh) und in dreihufige (Rhinozerosse) ein. Rays Klassifizierung wurde später nicht beibehalten, aber die Methode der Einteilung und Unterteilung hat der schwedische Naturforscher Carl von Linné (1707 - 1778), auch bekannt als Carolus Linnaeus, weiter entwickelt. Zu seiner Zeit hatte sich die Anzahl der Arten lebender Organismen der Zahl 100.000 genähert.

Das System der Natur

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© 2020 Rudolf Öller, Bregenz  [/2020/roe_2032]

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