Welt der Naturwissenschaften

Eine Sammlung von Essays als schneller Zugang zu den Naturwissenschaften für Selbstdenker und andere Minderheiten.

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DIGITALISIERUNG: LEIBNIZ UND TURING


Die Frage, welche brillanten Köpfe die geistigen Wegbereiter des Computers waren, ist nicht leicht zu beantworten. Rechenmaschinen gibt es schon lange. Der Abakus, ein einfaches Gerät, mit dem man Holzkugeln hin und herschieben kann, ist der Urahn aller Rechner. Er wird in manchen Gebieten der Erde sogar heute noch verwendet. Die Römer rechneten damit, in China heißt er Suanpan, in Japan Soroban und in Russland Stschoty.

Computer verwenden zum Rechnen ein "binäres" (zweifaches) Zahlensystem, das nur aus zwei Ziffern besteht, sie seien hier I und 0 genannt. Während wir im Alltag mit 10 Ziffern von 0 bis 9 rechnen, kommt der Computer mit nur zwei aus, wobei es sich in Wahrheit nicht um Ziffern, sondern um Ströme in einem Mikroprozessor handelt. Strom fließt = I, Strom fließt nicht = 0. Mit einer Speicherstelle (1 Bit) kann man also 2 Zustände darstellen. Mit 2 Speicherstellen sind vier Zustände, nämlich 00, 0I, I0 und II, mit drei Speichern schon acht darstellbar. Die runden Zahlen in einem Zehnersystem sind ein Vielfaches von 10, in einem Binärsystem sind sie ein Vielfaches von 2. Das ist der Grund, warum die Zahlen 8, 16, 32, 64 usw. bei Computern regelmäßig auftauchen. Acht Bits werden zu einem Byte zusammengefasst, das ergibt 256 Möglichkeiten von 00000000 bis IIIIIIII. Wer sich mit Computern etwas auskennt, wird die Zahl 256 immer wieder antreffen.

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© 2018 Rudolf Öller, Bregenz


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