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Heute ist der 21. Oktober 2018

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ÖKO 2000: WASSER

Eine kanadische Studie schätzt den Wassergehalt der Erde auf rund 1460000000 Kubikkilometer. Das sind unvorstellbare 1,46 Trillionen Tonnen. 96 Prozent befinden sich in den Meeren, die restlichen 4 Prozent verteilen sich auf Grundwasser, Oberflächengewässer (Flüsse, Bäche usw.), Eis und Schnee, Biomasse (Menschen, Tiere, Pflanzen, Erde) sowie Wasserdampf. Ohne Wasser ist kein Leben möglich. Reines Wasser ist neben reiner Luft der Inbegriff für eine unbelastete Umwelt. Es ist kein Wunder, dass man früher Brunnenvergiftung als Kapitalverbrechen gewertet hat.

Schon in 25 Jahren droht wegen der Bevölkerungsexplosion und des Verbrauchs durch Landwirtschaft und Industrie ein akuter Wassermangel. Der Bedarf an Frischwasser werde dann um rund 40 Prozent höher liegen als heute. Dies besagt ein Berichtentwurf der Welt-Wasser-Kommission, die der UNESCO angeschlossen ist. Dieser Rückgang der Wasserreserven wird die Zerstörung wertvoller Ökosysteme weiter beschleunigen, heißt es. Bis zum Jahr 2050 wird voraussichtlich mindestens ein Viertel der Weltbevölkerung in Ländern mit chronischem Wassermangel leben. Dies gibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung unter Berufung auf eine Studie bekannt, die "Population Action International" (PAI) vor 2 Jahren veröffentlicht hatte. Es ist egal, welche Studien man liest. Sie alle sagen voraus, dass der Wassermangel schon bald ein drängendes Problem sein wird.

In einigen Regionen könnte die zunehmende Konkurrenz um knappe Wasserressourcen in militärische Konflikte münden - vor allem im Euphrat-Tigris-Becken, im Nilbecken und auch im südlichen Afrika. Entlang des Euphrat konkurrieren der Irak, Syrien und die Türkei um lebensnotwendige Wasserquellen. Die wirtschaftliche Entwicklung jedes dieser drei Staaten führt zu einem Anstieg des Süßwasserbedarfs. Dieses Problem wird sich noch verschärfen, wenn die Bevölkerung, wie vorausberechnet, während der nächsten 30 Jahre um rund 50 Prozent anwachsen wird. Kenia, Marokko, Ruanda, Somalia und Südafrika werden sich nach Ansicht von Experten in den nächsten Jahren ebenfalls in die Liste der Länder mit Wasserknappheit einreihen. Auch die Bundesstaaten Texas, Arizona, Nevada und Teile Californiens werden bei anhaltender Wasserverschwendung im Laufe der nächsten 15 Jahre größere Probleme mit der Versorgung bekommen.

Vorarlberg ist hinsichtlich Wasser ein reiches Land. Nicht nur die Menge der Wasserreserven, sondern auch die Qualität des Wassers ist wegen fehlender Schwerindustrie und Intensivlandwirtschaft erstklassig. Dieser Reichtum könnte eines Tages eine ähnliche volkswirtschaftliche Rolle spielen wie der Tourismus oder die ansässige mittelständische Industrie.

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© 2000 Rudolf Öller, Bregenz

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