Welt der Naturwissenschaften und Politik

(Scientific Medley)

 Jahresübersicht 1997

Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. (George Orwell)

15. September 2026

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SCHWARZE LÖCHER

Mitte Mai lief eine vermeintliche Sensationsmeldung über die wissenschaftlichen Ticker des Internets: Die NASA habe über das Hubble-Weltraumteleskop (im Fachjargon "Hubble Space Telescope", kurz HST genannt) ein "supermassives" Schwarzes Loch in der Mitte der Galaxie M84 entdeckt. Das Schwarze Loch befinde sich etwa 50 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und sei dreihundertmillionen mal so schwer wie unsere Sonne. Ein Monster des Universums also. Keine 24 Stunden später meldeten die gleichen Ticker, daß die Entdeckung spekulativ sei, es könne sich ebensogut um einen Kugelsternhaufen handeln. Abgesehen davon, daß hastig revidierte Meldungen aus dem Wissenschaftsbereich peinlich sind, geben Berichte über Schwarze Löcher stets eine Fundgrube für wilde Spekulationen ab.

Die Theorie der Schwarzen Löcher ist eine faszinierende Aussage der Allgemeinen Relativitätstheorie aus dem Jahre 1916. Übersteigt die Schwerkraft am Rande eines Sterns einen gewissen Grenzwert, so schließt sich das Innere vollständig gegen die Außenwelt ab. Die sogenannte Fluchtgeschwindigkeit übersteigt die Lichtgeschwindigkeit. Da sich nichts schneller bewegen kann als das Licht, stürzt alles - Materie und Licht - innerhalb des Schwarzschildradius (benannt nach dem Astronomen Karl Schwarzschild) ins Zentrum des Schwarzen Loches.

Ein Schwarzes Loch hat keine Mindestgröße. Die Erde hat einen Schwarzschildradius von 9 Millimeter, sie verwandelte sich demnach in ein Schwarzes Loch, wenn man sie auf die Größe einer Kirsche pressen könnte. Unsere Sonne als Schwarzes Loch hätte bereits einen Schwarzschildradius von ca. 3 Kilometern.

Die Energie, die zur Kompression eines ganzen Sternes nötig ist, ist unvorstellbar groß. Die Kernenergie reicht bei weitem nicht aus um einen Stern auf ein Schwarzes Loch zusammenzuquetschen. Diese Energie, so weiß man heute, stammt aus der Schwerkraft. Wenn der Rest eines großen Sternes als Folge einer Explosion kollabiert, so kann eine Gravitationsenergie frei werden, welche zur Bildung eines Schwarzen Loches ausreicht. Sternexplosionen, auch "Supernovae" genannt, zählen zu den beliebtesten Objekten der Astronomen.

Obwohl ein Schwarzes Loch unsichtbar ist, läßt sich die Wirkung seines monströsen Schwerefeldes beobachten. Jede Materie, die in ein Schwarzes Loch stürzt, wird vollkommen zerstört aber kurz zuvor so stark aufgeheizt, daß Röntgen- und Gammastrahlen entstehen. Diese kann man nachweisen. Zeitreisen durch Schwarze Löcher und ähnliche Phantasien tauchen immer wieder in allerlei UFO-Geschichten auf. Solche Zeitreisen sind reine Utopien, es sei denn man plante eine Reise ins Jenseits ohne Wiederkehr.

Schwarze Löcher (2005)
Der gelbe Hyperriese
Astronomie
Markarian 501
Karl Schwarzschild

© 1997 Rudolf Öller, Bregenz

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Helden der Wissenschaft:
Jean Bernard Foucault
(1819-1868)
wies mit Hilfe eines langen Pendels die Erdrotation nach, verbesserte das Spiegelteleskop und erfand das Gyroskop, das vor GPS das wichtigste Navigationsgerät in Flugzeugen war.

 

Rudolf Oeller:

Typhons Rache

Thriller über die vernichtende Kraft der Rache und den Traum vom ewigen Leben.

Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791257032685

Ein geheimes Forschungsprojekt diente der Produktion von Mensch-Tier-Hybriden. Es wurde erschaffen im Namen des Fortschritts für die Transplantation von Organen, ging aber zugrunde im Schatten politischer und ökonomischer Macht.
Ben Schmitt, einst leitender Genetiker im Projekt Typhon District, lebt im US-Zeugenschutz. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los: ein gestohlenes Jahrhundertprojekt, verschwundene Freunde, eine verschollene Geliebte, ein Verrat, der nach Vergeltung schreit.
Gemeinsam mit seinem Freund Mo begibt er sich auf eine gefährliche Reise durch Europa und Asien – auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit, nach Rache. Doch jeder Schritt bringt sie tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, tödlichen Feinden und der grausamen Erkenntnis, dass manche Grenzen der Wissenschaft nie hätten überschritten werden dürfen. Als Ben und Mo erfahren, dass ihr gestohlenes Projekt auf Befehl höchster Regierungsmitglieder in den USA und Russland weiter betrieben wird, kämpfen sie bereits um ihr Leben.
Beklemmend realistisch und gnadenlos spannend – Typhons Rache ist ein rasanter Thriller über die Hybris der Wissenschaft, die Abgründe menschlicher Gier und die zerstörerische Kraft des Vergeltungsdrangs. Wer Gott spielt, muss bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Gespräch über Typhons Rache bei Heinzlmaiers Lesezeichen.
Gespräch über Typhons Rache bei Conoscere TV.

Rudolf Oeller:

Typhon District

Thriller über eine Gruppe junger Wissenschaftler, die an ihrer Gier zugrunde ging.
Europa Verlagsgruppe.
ISBN 9791220149914

Als Ben, ein Molekularbiologe, um Hilfe gebeten wird, weil die Schimpansenweibchen im Zoo keinen Nachwuchs bekommen, ahnt er noch nicht, dass seine Welt bald aus den Fugen geraten wird. Die Ursache der Zeugungsunfähigkeit ist nämlich eine Chromosomenmutation der Affendamen, und die bringt seinen Chef auf eine folgenreiche Idee. So entsteht das unter Verschluss gehaltene Projekt Typhon District, benannt nach einem Hybridmonster aus der Mythologie. Erst allmählich kommen bei Ben und seinem internationalen Team Zweifel auf. Doch da sind sie bereits tief in einem Strudel von Geld und Machtgier, Manipulation und Skrupellosigkeit gefangen. Nicht nur ihre eigenen Leben sind bedroht. Als sie das bemerken, ist es bereits zu spät.

Das Buch ist im Handel und im im Internet erhältlich.
Typhon District - Rezension

Rudolf Oeller:

Theke, Antitheke, Syntheke

Thriller über eine tragikomische Stammtischrunde auf dem Weg in den Tod.

Verlag novum, Zürich.
ISBN 978-3-99130-025-0

Wir waren eine Bande von Stammtischbrüdern an der deutsch-österreichischen Grenze, auch zwei Stammtischschwestern, ein Heavy Metal-Pater, ein schwuler Bierbrauer, eine nymphomanische Jungfrau, ein verkrachter Physiotherapeut und andere schräge Figuren waren dabei.
Wir trafen uns jeden Freitag – eine verschworene Gruppe von Leseratten, Spinnern, Plaudertaschen. Ein Drink-Team der Extraklasse. Jeder von uns hatte eine dunkle Vergangenheit und etwas zu verbergen.
Voll Hoffnung starteten wir ins Neue Jahr, am Ende wurde es eine Reise in den Tod.

Leser dieser Internetseite werden den einen oder anderen Artikel im Buch wiederfinden.

Das Buch ist beim novum-Verlag, bei Amazon und im Buchhandel erhältlich.

Interview zum Buch