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PROGRAMMIERSPRACHEN

In den 80er und 90er-Jahren des 20. Jahrhunderts gab es relativ wenige leistungsfähige Anwenderprogramme.
Das war die große Zeit der Amateur-Softwarebastler, denen eine Vielzahl von Programmiersprachen zur Verfügung standen.

Wie würden diese Programmiersprachen aussehen, wenn sie Autos wären?

ADA:
Ein als amerikanischer Strassenkreuzer getarnter Schützenpanzer.

APL:
Ein Wagen in Kompaktbauweise.
Alle Funktionen wie Gasgeben, Schalten oder Lenken werden durch Drehen, Drücken, Ziehen, Kneten oder Verkanten eines einzigen Bedienungshebels ausgelöst.

Assembler:
Ein Hochgeschwindigkeits-Go-Cart ohne Sicherheitsgurte und Überrollbügel.
Gewinnt jedes Rennen, wenn es nicht vorher im Graben landet.

Basic-Interpreter:
Eine Ente - weder besonders modern noch besonders schnell, aber für jeden erschwinglich.
Und manch einer, der sich daran gewöhnt hatte, wollte gar nichts anderes mehr haben.

Basic-Compiler:
Eine Ente, bei der die Rückbank einem Super-Turbo-Einspritz-Kompressor-Hochdruck-Hochleistungsmotor geopfert wurde.

C:
Ein offener Geländewagen. Kommt durch jeden Matsch und Schlamm, der Fahrer sieht hinterher auch entsprechend aus.

Cobol:
Ein dunkelroter Jaguar mit getöntem Panzerglas und kostbaren Intarsien-Arbeiten im Fond.
Kein Mensch fährt diesen Wagen selbst; man lässt fahren.

Forth:
Ein englischer Sportwagen aus den Sechziger Jahren mit dem Lenkrad auf der falschen Seite.

Fortran:
Ein großer Schlitten aus den Fünfziger Jahren mit riesigen Heckflossen und dicken Reifen.
Erntet beim TÜV stets misstrauische Blicke, überholt aber noch manch anderes Gefährt, das auf den ersten Blick schneller scheint.

Lisp:
Ein Prototyp mit Telepathie-Steuerung.
Kann außer von seinem Erfinder von niemandem bedient werden.

Logo:
Ein Tretauto in Form einer Schildkröte.

(Standard-)Pascal:
Entwurf eines amerikanischen Strassenkreuzers, der nur durch ein Versehen in die Serienproduktion geriet.

(Turbo-)Pascal:
Eine verbesserte Version des amerikanischen Strassenkreuzers.
Neben dem praktischen Nutzen auch hervorragend zum Angeben geeignet. Passt aber leider in keine Parklücke.

Modula:
Wie Pascal, aber mit dreifachen Sicherheitsgurten, seitlichen Stossstangen und separatem Gaspedal für jeden der sechs Gänge.

Pearl:
Ein Kraftfahrzeug-Verbund, bei dem mehrere unbemannte Fahrzeuge von einem zentralen Führerstand aus gesteuert werden.

PL/1:
Ein handfertiger Eigenbau, mit Einzelteilen von Fortran, Cobol, Pascal und ADA.
Entsprechend sieht er aus.

Prolog:
Enthält statt des Lenkrades eine Automatik, die die Strassen so lange absucht, bis das gewünschte Fahrziel gefunden ist.