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WELT DER NATURWISSENSCHAFTEN 2004

2004  
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Welt der Biologie

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31.12.2004 DER DIALOG Galileo Galilei vollendete seinen genialen „Dialog“ vor 375 Jahren, am 24. Dezember 1629. Mit diesem Buch und anderen Veröffentlichungen wurde die nachhaltigste Entwicklung der Geschichte, der Siegeszug der Naturwissenschaften, in Gang gesetzt. Diese Entwicklung dauert bis heute an.
24.12.2004 MARTIN LUTHERS CHRISTKIND Die Kunstfigur Christkind(l) hat Martin Luther um 1535 erfunden, weil er den (katholischen) Heiligen Nikolaus abschaffen wollte. Die Kinder erhielten auf Betreiben Luthers am Weihnachtstag die Gaben durch den "heiligen Christ". Das Christkind eroberte zuerst das evangelische Deutschland, später breitete sich der Brauch ins Rheinland, dann nach Bayern und Österreich aus.
18.12.2004 JEAN-BAPTISTE DE LAMARCK Heute hat der Lamarckismus als Erklärung für evolutionäre Vorgänge seine wis-senschaftliche Grundlage verloren, doch dem vergessenen Lamarck kommt das Verdienst zu, einen Weg gewiesen und den nachfolgenden großen Männern der Biologie wie Alfred Russell Wallace, Charles Darwin, Joseph Hooker, Thomas Huxley und Ernst Haeckel Denkanstöße geliefert zu haben.
11.12.2004 RADIKALER UMBAU Nach den ernüchternden Ergebnissen der PISA-Studie 2004 fordern Zeitgeistkrieger einen "radikalen Umbau des Bildungssystems". Die Reparaturen vorschneller Radikalismen waren aber stets um ein Vielfaches teurer als es sinnvolle Reformen gewesen wären. Wissen und Wissenschaften werden seit Menschengedenken durch Reformen erneuert. Radikale Umwälzungen sind immer oberflächlichen Ideologien vorbehalten
4.12.2004 EIN THEOLOGE AUF WELTREISE Der diesjährige vorweihnachtliche Sachbuchtip: Das Buch von Adrian Desmond und James Moore „Darwin“ ist die bisher beste Darwin-Biografie, weil unzählige Briefe, die erst vor einigen Jahren aufgetaucht sind, berücksichtigt wurden. Es werden falsche Legenden über Darwin ausgeräumt, und die wissenschaftlichen und politischen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts auf spannende Weise beschrieben.
27.11.2004 DER ZUHÄLTER IM KINDERZIMMER Rechtzeitig zur Weihnachtszeit werden Brutalospiele wie „gta: San Andreas“ und andere angeboten. Eltern und Lehrer haben selten eine Ahnung, was in den Kinderzimmern über die Bildschirme flimmert. Die erwähnten Computerspiele dürften eigentlich nur an Jugendliche ab 18 verkauft werden, aber jedes Kind kommt an diese Killer- und Zuhälterspiele heran, wenn es nur will.
20.11.2004 NUR EINE THEORIE Unliebsame wissenschaftliche Theorien werden von Kritikern gerne mit „ist ja nur eine Theorie“ beiseite gewischt. Altkluge Zeitgenossen fügen noch das Attribut „unbewiesen“ an. Wer dergleichen Sprüche gelegentlich von sich gibt, der verkündet unfreiwillig, dass er vom Wesen der Wissenschaft wenig Ahnung hat.
13.11.2004 GLOBALE WISSENSCHAFT, LOKALE ETHIK Was die Wissenschaft kann, wird durchgeführt, denn Wissenschaft ist globalisiert und somit grenzenlos geworden. Ethische Fragen beschränken sich auf lokale kulturelle und religiöse Gepflogenheiten. Wissenschaftliche Methoden werden daher dort angewendet, wo keine lokale Ethik sich den wissenschaftlichen Interessen entgegen stellt.
6.11.2004 INTELLEKTUELLE ANTIMATERIE Ausnahmslos zu jedem Wissenschaftsbereich sind, sozusagen als intellektuelle Antimaterie, mehr oder weniger widerspruchsvolle Pseudowissenschaften entstanden. Der Grund für den Erfolg der Para- und Pseudowissenschaften liegt unter anderem in der Leichtgläubigkeit der Menschen.
23.10.2004 JAMES CLERK MAXWELL Die Forschungsarbeiten und Schriften auf dem Gebiet des Elektromagnetismus ließen Maxwell zu einem der bedeutendsten Physiker werden. Ludwig Boltzmann pflegte in Anerkennung der Leistungen Maxwells Goethe zu zitieren: "War es ein Gott, der diese Zeichen schrieb?" Maxwell starb vor 125 Jahren am 5. November 1879. Den Durchbruch seiner Theorien in der Elektrotechnik erlebte er nicht mehr.
23.10.2004 DIE FARBEN DES TERRORS Wenn uns die Wissenschaften eines gelehrt haben, dann die schlichte Tatsache, dass es keine Wahrheit gibt, für die es sich gewaltsam zu kämpfen lohnt. Vielleicht sollten am österreichischen Nationalfeiertag und am Tag der deutschen Einheit die saturierten und des Wohlstands überdrüssigenBürger daran denken. Unsere Freiheit ist kein Geschenk für die Ewigkeit.
16.10.2004 ELITEUNIVERSITÄTEN In den USA, in England und in anderen Ländern gibt es Elite-Universitäten wie Harvard, Princeton, Yale, Stanford, Oxford, Cambridge und andere. Über ideologisch motivierte Bestrebungen, Elite-Universitäten zu verteufeln, dürfen sich Engländer und Amerikaner freuen, weil sie so auch weiterhin die besten europäischen Köpfe bekommen.
9.10.2004 VULKANE Da die Menschen in grauer Vorzeit hinter jedem furchterregenden Naturereignis das strafende Wirken eines Gottes oder eines Dämons sahen, musste ein Feuer speiender Berg für die Menschen der Antike so etwas wie eine Pforte zu einer unendlichen Strafkolonie für Ungläubige, Lügner und Mörder sein.
2.10.2004 DIE GEDANKEN GOTTES Gott nach seinem Schöpfungsplan zu fragen, ist nach Meinung einiger Theologen im Islam eine Sünde. Einstein hatte seinerzeit mit seiner Bemerkung, dass er mit seinen Forschungen die Gedanken Gottes in Erfahrung bringen wollte, gewissermaßen eine Todsünde begangen. Sollten islamische Länder der EU beitreten, so müsste von ihnen, sozusagen als eingeforderte Hausaufgabe, das Zeitalter der Aufklärung im 18. Jahrhundert nachgeholt werden.
25.9.2004 50 JAHRE CERN Die Europäische Organisation für Kernforschung CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) wurde mit dem Ziel der Grundlagenerforschung im Bereich der Nuklearphysik gegründet. Zu dieser Hauptaufgabe hat sich im Laufe der Jahre die Bearbeitung der Frage über die Entstehung der Materie und des Universums gesellt. Die innersten Geheimnisse der Materie werden bei CERN erforscht, indem Elementarteilchen stark beschleunigt und zur Kollision gebracht werden.
18.9.2004 ENERGIEKOSTEN Jammern über Energiepreise ist albern, solange kaum jemand weiß, was Energie wirklich kostet, solange batteriebetriebene Elektrogeräte wahllos gekauft werden und solange die bewunderten Benzinrösser mit ihrem vermeintlichen Prestigewert zur Begeisterung der Konsumenten von Jahr zu Jahr größer, schneller und durstiger werden.
11.9.2004 Drogen: NIKOTIN  Nikotin ist ein Alkaloid, das den chemisch aktiven Bestandteil des Tabaks bildet. Zusammen mit Koffein und Ethylakohol gehört Nikotin zu den drei am meisten konsumierten psychotropen Substanzen in unserer Gesellschaft. Bei einer Diskussion über die Gesundheitsgefahren ist zu bedenken, dass Nikotin zwar die für die Sucht verantwortliche Substanz ist, dass beim Rauchen insgesamt aber rund 4.000 verschiedene chemische Substanzen freigesetzt werden, unter denen sich mehrere befinden, die für Begleiterscheinungen wie Raucherhusten, rasche Hautalterung und Gefäßveränderungen bis hin zum Infarkt verantwortlich sind.
4.9.2004 Drogen: ALKOHOL  Statistische Daten weisen darauf hin, dass Alkohol die Gesundheitsdienste stärker belastet als der Konsum illegaler Drogen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Alkohol in den entwickelten Ländern für mindestens 10 Prozent aller Erkrankungen und Todesfälle verantwortlich. Rettungsorganisationen können ein trauriges Lied davon singen. Bei einer Konzentration von 0,8 Promille Alkohol steigt das Unfallrisiko auf das Vierfache, bei 1,6 Promille auf das 25-fache. Wer alkoholisiert fährt, hat zwangsläufig den Sensenmann als Beifahrer.
28.8.2004 Drogen: LSD  Die größte psychische Gefahr bei LSD liegt im so genannten "bad trip", auch „Horrortrip“ genannt. Es handelt sich dabei um akute Angstanfälle, die von schrecklichen Bildern begleitet werden. Viele LSD-Konsumenten starben an Unfällen, weil sie glaubten, fliegen zu können. Aggressive paranoide Attacken führten auch zu Schüssen, die auf andere Personen abgegeben wurden. So etwas muss in der amerikanischen Bevölkerung, in der es eine hohe Bewaffnungsdichte gibt, zwangsläufig tödlich enden.
21.8.2004 Drogen: ECSTASY Für Rettungsdienste und Ärzte entwickeln sich Ecstasy-Vergiftungen zu schwer zu beherrschenden Notfallsituationen, da diese Droge meist vermischt in den illegalen Handel gelangt. Ein regelmäßiger Konsum von Ecstasy hat in jedem Fall schwere irreparable gesundheitliche Schäden zur Folge.
14.8.2004 Drogen: VALIUM Stressbedingte Angstzustände und Schlafstörungen entwickelten sich im Laufe der letzten Jahrzehnte in den Industrienationen zu Volkskrankheiten. Die „Benzodiazepine“ rückten dabei als Kurzzeittherapie in den Mittelpunkt des Interesses und verdrängten teilweise die Barbiturate als klassische Beruhigungs- und Schlafmittel. Die Entwicklung begann 1960 Librium. Während dieser Zeit nahmen die klinischen Anwendungen, leider aber auch der Missbrauch, dramatisch zu.
7.8.2004 Drogen: CANNABIS Das Cannabis des 21. Jahrhundert hat nichts mehr mit dem beinahe harmlosen Gemüse der längst verblichenen Hippies zu tun. Schüler, die das moderne hochgezüchtete Power-Kraut rauchen, „verblöden“ rasch und systematisch. Weitere unangenehme Nebenwirkungen sind Angst- und Panikattacken. Auch körperliche Wirkungen sind bekannt: Steigender Blutdruck, höhere Herzfrequenz, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Zittern.
31.7.2004 Drogen: KOKAIN Regelmäßiger Kokainkonsum führt zu Schlaf- und Appetitlosigkeit und schweren Depressionen. Zu den langfristigen psychischen Auswirkungen von Kokain zählen Ruhelosigkeit, Angstzustände und Wahnvorstellungen.
24.7.2004 Drogen: MORPHIN Mit der Erfindung der Injektion im 19. Jahrhundert wurde die Morphininjektion bei der Schmerzbehandlung allgemein gebräuchlich. Die Ärzte der damaligen Zeit hofften auch, dass das Morphin, wenn es direkt in den Blutstrom gelangte, keine Sucht herrufen würde. Das Gegenteil war der Fall.
17.7.2004 Sommerthema 2004: DROGEN Eine jahrelang andauernde Verharmlosung von Drogen, insbesondere von Alkohol und Cannabis, führte zu einer epidemischen Zunahme des Drogenkonsums in den Industrieländer. Ein Teil der Jugend säuft, „kifft“ und „dröhnt“ sich direkt hinein in eine Welt des Irrsinns und der Depressionen.
10.7.2004 NICHT GENÜGEND!  Die Interpretation von Umfrageergebnissen strotzt oft von Fehlern. Dies betrifft leider auch unsere Schulen. Am Beispiel einer wissenschaftlich fragwüdigen Studie sei dieses Problem erläutert.
3.7.2004 DAS SCHÖPFERISCHE TEILCHEN Ein internationales Physikerteam konnte kürzlich die Masse des "schöpferischen Teilchens" (Higgs-Boson) genauer bestimmen als je zuvor. So wie man sich vor rund Hundert Jahren noch nicht vorstellen konnte, welche Bedeutung die eben erst entdeckten Elektronen für die Technik haben würden, so können wir heute bestenfalls erahnen, welche Anwendungen die Grundlagenforschung in den kommenden Jahrzehnten bringen wird.
26.6.2004 BEAM ME UP, SCOTTY! „Beam me up, Scotty!“ ist der bekannteste Satz aus der ersten Star Trek TV-Serie und kann kaum übersetzt werden. Was in der Star Trek-Serie wie am Schnürchen klappt, ist in der realen Welt nicht zu finden. Der Abstand zwischen Realität und Science Fiction hat sich kürzlich aber um einen kleinen Schritt verringert.
19.6.2004 ANOREXIE UND BULIMIE  Anorexie beginnt meist im Jugendalter. Körperlich gesunde Menschen gelangen dabei durch freiwilliges Hungern bis in den Bereich medizinischer Notfälle. Die Bulimie (Ess-Brechsucht) befällt meist Frauen über Zwanzig. Eine Bulimie-Patientin kann während einer „Fressorgie" 10.000 Kilokalorien zu sich nehmen um sogleich alles zu erbrechen.
12.6.2004 EDIACARA-FAUNA Die „International Commission on Stratigraphy“ (ICS) hat sich nach achtjähriger Diskussion zu einer Entscheidung durchringen können. Es gibt in der geologischen Zeitskala der Erdgeschichte und somit in der Entwicklung des Lebens mit dem „Ediacarium“ einen neuen Namen für eine längst bekannte Periode.
5.6.2004 POINT VENUS Am Samstag, dem 3. Juni 1769 standen 3 Männer, Captain James Cook, der Naturforscher Dr. Daniel Solander und der Astronom Charles Green an der Nordspitze der Insel Tahiti und blickten mit ihren Teleskopen in die Sonne um einen Venustransit zu beobachten. Diese Stelle auf Tahiti-Nui heißt heute "Point Venus".
29.5.2004 EIN KLEINES LICHTLEIN Desinteresse, Ideologielastigkeit und andere Oberflächlichkeiten haben vergessen lassen, dass es um unsere Umwelt im globalen Maßstab nicht gut bestellt ist. Wenn manchen Politikern und Managern schon eine gewisse Gesinnung zum langfristigen ökologischen und ökonomischen Wirtschaften fehlt, so hoffen wir anlässlich des Pfingstfestes, dass wenigstens ein kleines Lichtlein zwecks nachhaltiger Wirkung zu leuchten beginnen möge.
22.5.2004 DIE MAGDEBURGER HALBKUGELN Der bis zum Ende des deutschen Reiches letztmalig tagende Reichstag verabschiedete 1654 in Regensburg die erste deutsche Zivilprozessordnung. Der deutsche Jurist und Mathematiker Otto von Guericke aus Magdeburg zeigte dabei einen physikalischen Versuch, der in die Geschichte der Wissenschaft einging.
15.5.2004 DAS KREUZ MIT DER EVOLUTION Der Tod des bedeutenden Biologen John Maynard Smith (April 2004) erinnert daran, dass die Evolutionstheorie für einige Zeitgenossen immer noch ein Problem darstellt. In den USA wird von religiösen Gruppen regelmäßig versucht, die Evolutionsbiologie aus dem Schulunterricht zu verbannen. Dies ändert nichts daran, dass die Evolution des Lebens als konkurrenzlose Theorie längst anerkannt ist.
8.5.2004 MATHEMATIK DES EINSCHLAGS Was soll man tun, wenn ein Brocken - groß wie ein Berg - aus dem Universum auf uns zurast? Amerikanische Geophysiker haben zur Vermeidung stundenlanger Telefongespräche ein Programm in das Internet gestellt. Das "Earth Impact Effects Program" der University of Arizona berechnet die Folgen eines Einschlags. Jeder kann sich so sinen ganz persönlichen Einschlagkrater basteln.
29.4.2004 HENRI PONCARÉ entwickelte die Grundlagen für eine Fülle neuer Theorien, die heute aus den Wissenschaften nicht mehr wegzudenken sind. Seine Arbeiten über die Funktionentheorie zur Algebra, die Theorie der Differentialgleichungen, die theoretische Physik und das Dreikörperproblem in der Astronomie revolutionierten die Wissenschaft seiner Zeit. Unabhängig von Albert Einstein entwickelte er die Grundlagen der Relativitätstheorie.
24.4.2004 KRIEG IM NETZ Fast jede technische Errungenschaft wurde und wird für Gaunereien missbraucht. Das Internet macht dabei keine Ausnahme. Hier kämpfen Virenprogrammierer um die Vorherrschaft, Gauner erschleichen sich Passörter und afrikanische Gangs erleichtern leichtgläubige Europäer.
17.4.2004 WISSENSCHAFT IN DIE SCHULEN! Angesichts des schlechten Abschneidens deutscher Schüler bei international vergleichenden Leistungsstudien in naturwissenschaftlichen Fächern hat der Verlag Spektrum der Wissenschaft gemeinsam mit der Wirtschaft die einzigartige Aktion „Wissenschaft in die Schulen!“ gestartet.
10.4.2004 PONTIUS PILATUS Bei all den Diskussionen um Jesus von Nazareth geht die Person des Pontius Pilatus fast unter. Der Historiker Flavius Josephus beschrieb Pilatus als rücksichtslosen Verwalter, der für die religiösen Überzeugungen der Juden kein Verständnis aufbrachte. Ein milde gestimmter und Hände waschender Pontius Pilatus wurde wahrscheinlich nachträglich in das Evangelium eingefügt, um die spätere Verbreitung des Christentums im Römischen Reich nicht zu behindern.
3.4.2004 UNGELIEBTE NEUE PLANETEN Der kürzlich entdeckte Himmelskörper "Sedna", der weit draußen im All unsere Sonne umrundet, hat die Gilde der Astrologen in Verlegenheit gebracht, denn über Jahrhunderte hinweg war man mit den Planeten Merkur bis Saturn zurechtgekommen. Die Astrologen leiden stillschweigend unter der ständig wachsenden Zahl an neu entdeckten Planeten. Dies scheint ungläubige Zeitgenossen auf originelle Ideen zu bringen.
27.3.2004 BURRHUS FREDERIC SKINNER Die Zeit und die Wissenschaften sind über den Behaviorismus hinweggerollt, aber ein gewisser Einfluss hält sich immer noch. Heute weiß man, dass der Hauptfehler dieser Denkrichtung in der beschränkten Auffassung über die Natur des Lernens liegt. Burrhus Frederic Skinner, der prominenteste Vertreter eines radikalen Behaviorismus, wäre am 20. März 100 Jahre alt geworden.
20.3.2004 EHRLICH UND BEHRING Vor 150 Jahren kamen zwei viel versprechende Knaben zur Welt. Paul Ehrlich wurde am 14. März 1854 in schlesischen Strehlen (heute Polen) geboren, Emil Adolph von Behring am 15. März 1854 im preußischen Hansdorf (heute ebenfalls Polen). Beide wurden später bedeutende deutsche Ärzte und Nobelpreisträger.
13.3.2004 ALBERT EINSTEIN 1905 veröffentlichte Einstein gleich vier Arbeiten, die allesamt der Physik eine neue Richtung gaben. Die Relativitätstheorie war nur eine davon. Einsteins 125. Geburtstag am 14. März erinnert an eine der größten Umbrüche in der Geschichte der Wissenschaft.
6.3.2004 OTTO HAHN erhielt 1944 den Nobelpreis für Chemie „für die Entdeckung der Spaltung schwerer Uranatomkerne als Grundlage für die spätere friedliche und militärische Nutzung der Nuklearenergie“. Sein 125. Geburtstag am 8. März erinnert an den Beginn des Atomzeitalters.
28.2.2004 DER KRIEG DER WELTEN H.G.Wells' berühmter Roman "Der Krieg der Welten", in dem beschrieben wird, wie aggressive ausserirdische Invasoren nur durch irdische Krankheitserreger besiegt werden, hat in letzter Zeit eine beklemmende Aktualität erlangt. Unbesiegte Krankheiten sollten uns nämlich daran erinnern, dass wir mit unserem beeindruckenden medizinischen Arsenal einige Schlachten, aber noch lange nicht den Krieg gegen die Seuchen gewonnen haben.
21.2.2004 MORBILLI ANTE PORTAS Der Rückgang der Masern-Impfrate in Großbritannien hat Mediziner und Biologen veranlasst, die Zahlen der Maserninfektionen unter die Lupe zu nehmen. Die letzten ermittelten Zahlen deuten darauf hin, dass die Reproduktionszahl kurz vor der Kippkante von 1,0 steht. Die Autoren der Science-Studie kommen zum Schluss, dass der Rückgang der Masern-Impfrate in Großbritannien in Kürze zu einer Epidemie führen könnte.
14.2.2004 VAKZINATION (Edward Jenner) Mit Hilfe der Impfungen konnten ansteckende Krankheiten besiegt oder eingedämmt werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung in den Industrieländern stieg - auch mit Hilfe der Impfung - von vierzig Jahren auf das Doppelte. Nebenwirkungen, die gelegentlich auftreten können, stehen zahlenmäßig in kei-nem Verhältnis zu den Millionen Menschenleben, die durch Impfung gerettet werden konnten.
7.2.2004 JOSEPH PRIESTLEY hatte unabhängig vom schwedischen Chemiker Carl Scheele den Sauerstoff entdeckt. Er entdeckte auch das Schwefeldioxid, die schweflige Säure, die Stickstoffoxide, darunter das Lachgas, und das Kohlenoxid. Priestley starb vor 200 Jahren, am 6. Februar 1804 in Nothumberland im US-Bundesstaat Pennsylvenia.
31.1.2004 IM ZEICHEN DES STEINBOCKS Der Steinbock ist das unbeliebteste Tierkreiszeichen der Astrologen, weil der Steinbock im Jänner regiert. In diesem Monat werden alljährlich die zahllosen Fehlschüsse der Astrologen von den Skeptikerorganisationen aufgelistet.
24.1.2004 MARKARIAN 501 Markarian 501 ist die bekannteste Gammstrahlenquelle im Universum. Kosmische Gammaquellen sind in die Schlagzeilen geraten, als US-Astronomen auf einer Tagung der American Astronomical Society in Atlanta die Theorie vorstellten, wonach der Gammastrahl einer Supernova aus weniger als 10.000 Lichtjahren Entfernung die Ozonschicht der Erde zerstörte und den Großteil des Lebens vernichtete.
17.1.2004 HIMALAJA-SALZ Naturwissenschaftliche Bildung hilft in vielen Fällen, Geld zu sparen. Die Geschäftemacherei mit dem „Himalaja-Salz ist einer dieser Fälle. Es ist fast unglaublich, welch Schindluder mit dem angeblich so gesunden "Himalaja-Salz" (auch: „Hunza-Salz“) betrieben wird, und wie viele gutgläubige Menschen auf diesen Unfug hereinfallen.
10.1.2004 BEAGLE 2 Offenbar waren die Erwartungen der europäischen Raumfahrtexperten hoch, denn die verloren gegangene Marslandefähre "Beagle 2" war nach der legendären „Beagle“ benannt worden. Das ist jenes Vermessungsschiff, mit dem der englische Biologe Charles Darwin die erfolgreichste naturwissenschaftliche Expedition der Geschichte unternommen hatte.
3.1.2004 DIE ALLMÄCHTIGE ZEIT Die Zeit ist eines der rätselhaftesten Phänomene. Aus welchem Stoff ist sie gemacht, wann hat sie begonnen, wann endet sie? Wissenschafter und Philosophen haben immer wieder versucht, die Zeit dem Verstand unterzuordnen. In der Physik ist es mit der Relativitätstheorie gelungen, eine befriedigende mathematische Definition für die Zeit zu finden. Dafür musste aber ein hoher Preis bezahlt werden.
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