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WELT DER NATURWISSENSCHAFTEN 2003

2003  
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Welt der Biologie

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27.12.2003 EIN GUTER RUTSCH! Der „gute Rutsch“ zum Neuen Jahr kommt aus der jiddischen Sprache. Der Wunsch hat mit einem Rutschen auf Eis oder Schnee oder einem Hinübergleiten ins Neue Jahr nichts zu tun. "Rosh ha-Shana" ist der erste Jahrestag im jüdischen Kalender. Im Jiddischen und später im Deutschen verwandelte sich "Rosh" allmählich in den bekannten "Rutsch", was heute missverstanden wird.
20.12.2003 WEIHNACHTSLEGENDEN Kein Fest ist mit Legenden so sehr überladen wie Weihnachten. Maria und Josef legten ihren Sohn in eine Krippe. Der Stall, der in der Bibel nicht erwähnt wird, wurde erst später samt Ochs und Esel erfunden. Die „heiligen drei Könige“ waren weder Könige noch waren sie drei. In der Bibel ist nur von Weisen die Rede.
13.12.2003 VOLKSKRANKHEIT DEPRESSION Etwa zehn Prozent der Patienten mit schwer depressiven Erkrankungen sterben durch Selbsttötung. Diese Zahlen sind höher als die der Todesopfer im Straßenverkehr und wesentlich höher als bei Aids. Es ist wichtig, die Leidenden nicht im Stich zu lassen. Man muss sie bestärken, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
6.12.2003 DIE ANDERE BILDUNG (Sachbuchtip) „Die andere Bildung“ ist ein Sachbuch, das auf einfache aber kompetente Weise die wesentlichen Lehrinhalte der Naturwissenschaften beschreibt, Querverbindungen zwischen Natur- und Kulturwissenschaften aufzeigt und dafür plädiert, die Wissenschaft auch als Kunst zu sehen.
29.11.2003 DIE VERGESSENE EPIDEMIE (Aids 2003) Aids-Statistiken zeigen unterschiedliche Zahlen. Das liegt daran, dass es in manchen Ländern offiziell kein Aids gibt oder das Zahlenmaterial von den verantwortlichen Regierungsstellen nach unten „gebessert“ wird. Egal ob und wie man die Werte nach oben oder unten rundet, sie sind in jedem Fall erschreckend.
22.11.2003 MOON HOAX In einer Welt, in der Realität und Wirklichkeit mit Hilfe elektronischer Medien immer mehr vermischt werden, ist es leicht, Verschwörungstheorien zu verkaufen. Ihre Opfer, die weltweite Liga der Leichtgläubigen, sind längst zu einer lukrativen Spielwiese gewitzter Bauernfänger geworden. Ein Ende ist nicht absehbar.
15.11.2003 POSTTRAUMATISCHER STRESS Wenn Patienten mit einem posttraumatischem Stress (PTSD) aufgefordert werden, die mit dem Trauma verbundenen Gedächtnisinhalte zu verarbeiten, so sind sie typischerweise dazu nicht in der Lage. Die Meinung, man müsste das Erlebte nur erzählen, um es verarbeiten zu können, dann würden die seelischen Wunden schon verheilen, bewirkt bei PTSD-Patienten eine Verschlechterung der Situation.
8.11.2003 CLOWNS DER WISSENSCHAFT Der 11. November, an dem die Narren geweckt werden, sollte uns daran erinnern, dass es schräge Vögel überall gibt. Neben der alljährlichen Verleihung der Nobelpreise gibt es auch einen Antinobelpreis, den so genannten „Ig-Nobelpreis“. Er wird alljährlich von den „Annals of Improbable Research" für belanglose wissenschaftliche Leistungen vergeben.
31.10.2003 KONRAD LORENZ (1903-1989) Den älteren Österreichern ist Konrad Lorenz als weißhaariger Herr in Erinnerung, der sich mit dem Verhalten von Gänsen und Raben beschäftigte und für die Erhaltung der Auwälder an der Donau kämpfte. Unter den wissenschaftlich arbeitenden Biologen hat Lorenz einen anderen Stellenwert. Dort gilt er zu Recht als einer ihrer Giganten. Konrad Zacharias Lorenz wäre am 7. November 100 Jahre alt geworden.
25.10.2003 LISE MEITNER (1878-1968) Die österreichische Physikerin Lise Meitner war aus dem gleichen Holz wie Marie Curie geschnitzt, doch Meitner wurde im Gegensatz zu Curie vergessen. Lise Meitners 35. Todestag am 27. Oktober und ihr 125. Geburtstag am 7. November 2003 sind eine Gelegenheit, sich der großen alten Dame der Physik zu erinnern, die maßgeblich an der Entdeckung der Atomkernspaltung mitgewirkt hatte.
18.10.2003 FORTSCHRITT VON AUSSEN Manchmal kommt der Fortschritt in einer Wissenschaft von außen. Das war im 19. Jahrhundert der Fall, als ein paar Geologen den Evolutionsbiologen auf die Sprünge halfen. Die diesjährigen Verleihungen der Nobelpreise für Medizin und Chemie sind ein weiteres Beispiel für diesen wissenschaftlichen Trend der „Einmischung“.
11.10.2003 WAS IST EIN KILOGRAMM? Heute definiert man Maßeinheiten wie etwa die Sekunde über verschiedene Naturkonstante. Die Sekunde ist das genau definierte Vielfache der Schwingungsdauer einer Lichtstrahlung. Das Kilogramm hat sich aber bisher allen modernen Bestimmungsversuchen widersetzt. Es ist die einzige der physikalischen Basiseinheiten, die noch über einen Prototyp definiert ist.
4.10.2003 STUNDENKÜRZUNG MIT DEFIZIT Die Bildungsinhalte der Naturwissenschaften finden im Gegensatz zu früheren Jahren wachsende Anerkennung. Es ist lobenswert, dass man im österreichischen Bildungsministerium plötzlich erkannt hat, dass das noch nicht reicht. Vielleicht werden daher die Stundenkürzungen der letzten Jahre im naturwissenschaftlichen Bereich bald wieder rückgängig gemacht.
27.9.2003 FLIEHENDE GALAXIEN 1929 veröffentlichte der amerikanische Astronom Edwin Hubble einen wissenschaftlichen Aufsatz über die Beziehung zwischen Entfernung und Fluchtgeschwindigkeit von Galaxien. Mit dieser bahnbrechenden Arbeit lieferte Edwin Hubble den ersten Hinweis für ein expandierendes Universum. Hubble starb vor fünfzig Jahren, am 28. September 1953.
20.9.2003 DER VATER DER H-BOMBE Der zivile Leiter des ersten amerikanischen Atombombenprojekts war Robert Oppenheimer. Nach dem Krieg widersetzte sich Oppenheimer dem von Edward Teller befürworteten Bau der Wasserstoffbombe. Teller setzte sich aber durch. Die erste Fusionsbombe detonierte 1952 auf einem Atoll in der Südsee. 1953 wurde gegen Oppenheimer wegen angeblicher kommunistischer Gesinnung ein Verfahren durchgeführt, in dem Teller gegen seinen Kollegen aussagte.
13.9.2003 DIE AKADEMIE DER LUCHSE Federico Cesi, ein achtzehnjähriger Fürst aus vornehmer römischer Familie hatte zusammen mit seinen kaum älteren Freunden die Akademie der Luchse gegründet. Der italienische Astronom Galileo Galilei trat als eines der ersten Mitglieder in diesen zunächst dem Okkulten zuneigenden Bund ein, und formte daraus die erste Akademie für moderne Wissenschaften. Die Gründung jährt sich heuer zum 400. Mal.
6.9.2003 Geschichte der Biologie: MIKROBIOLOGIE 1887 veröffentlichte der belgische Zytologe Eduard van Beneden (1846-1910) neue Erkenntnisse über Chromosomen. Er konnte zeigen, dass jede biologische Art eine charakteristische Anzahl besitzt. 1902 wies der amerikanische Biologe Walter Sutton (1876-1916) darauf hin, dass sich die Chromosomen wie die Mendelschen Erbfaktoren verhalten. Damit war die Basis für die moderne Molekularbiologie des 20. und 21. Jahrhunderts gelegt.
30.8.2003 Geschichte der Biologie: LUCY Seit der Entdeckung des "Neandertalers" ist viel geschehen. Es gibt heute zahllose Funde, welche Wissen über die Entwicklung der Menschheit brachten. Am bekanntesten wurde das 1974 gefundene und knapp vier Millionen Jahre alte Skelett von "Australopithecus afarensis". Der Name "Lucy", der dem Skelett von seinem Entdecker Donald Johanson gegeben wurde, geht auf den Beatles-Song "Lucy in the sky" zurück.
23.8.2003 Geschichte der Biologie: EVOLUTIONSTHEORIE Charles Darwin präsentierte in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Evolutionstheorie, die einen festen Platz in der Vorstellungswelt der Biologen bekam. Inzwischen wurden Darwins Theorien laufend verbessert und erweitert. Vor dreissig Jahren haben Populationsbiologen wie Richard Lewontin, Theodosius Dobzhansky und andere der Evolutionstheorie mit Hilfe der Genetik ein sicheres Fundament gegeben.
16.8.2003 Geschichte der Biologie: FOSSILIEN Während des Mittelalters und in der frühen Neuzeit glaubten Gelehrte, die Erde sei wenige Tausend Jahre alt. 1785 veröffentlichte der schottische Hobby-Geologe James Hutton das Buch "Theorie der Entstehung der Erdoberfläche". Darin wurde die Theorie vertreten, dass die Erde viele Millionen Jahre alt ist. Diese Idee wurde zunächst heftig bekämpft, doch von einigen Biologen wurde sie wegen der zahlreicher werdenden Fossilfunde unterstützt.
9.8.2003 Geschichte der Biologie: MIKROSKOP Der erste grosse technische Fortschritt in der Mikroskopie gelang dem Holländer Antonie van Leeuwenhoek (1632-1723). Er konnte scharfe Bilder mit mehr als 200 facher Vergrößerung erzeugen. Leeuwenhoek entdeckte damit vermutlich die Bakterien und andere Kleinstlebewesen, wodurch er als Begründer der Mikrobiologie gilt.
2.8.2003 Geschichte der Biologie: ANATOMIE Im Jahr 1543 veröffentlichte der Astronom Nikolaus Kopernikus ein Buch, in dem er eine neue Theorie über das Sonnensystem präsentierte. Im gleichen Jahr erschien ein weiteres revolutionäres Buch, das sich noch schneller verbreitete als das Werk von Kopernikus. Es stammte vom belgischen Anatomen Andreas Vesalius (1514-64) und war die erste genaue wissenschaftliche Arbeit über die menschliche Anatomie.
26.7.2003 Geschichte der Biologie: MITTELALTER Im Mittelalter standen die Araber plötzlich auf der iberischen Halbinsel. Militärisch und religiös galten sie als eine Geißel für das christliche Europa, doch im kulturellen Bereich erwiesen sie sich damals als Reformer. Der bedeutendste unter den moslemischen Biologen war der Perser Abu-Ali al-Husayn Ibn-Sina, der auch unter dem Namen Avicenna (980-1037) bekannt ist. Er schrieb Bücher, die auf dem Wissen der Griechen und Römer aufbauten.
19.7.2003 Geschichte der Biologie: ARISTOTELES Das Studium der Meerestiere zählte zu Aristoteles' liebster intellektueller Beschäftigung. Seine biologischen Bücher erwiesen sich als die besten seiner wissenschaftlichen Arbeiten, aber genau diese Werke wurden später kaum beachtet.
12.7.2003 Geschichte der Biologie: HIPPOKRATES Hippokrates (4. Jh. v. Chr.) ist der bedeutendste Name, der am Beginn der wissenschaftlichen Biologie steht. Hippokrates erwies der Medizin einen grossen Dienst, indem er Aberglaube kritisierte und die Stellung des Gottes Asklepius auf eine bloße Ehrenfunktion reduzierte.
5.7.2003 Geschichte der Biologie: EINFÜHRUNG Die Biologie befindet sich heute auf einer Überholspur. Was in frühen Jahrhunderten versäumt wurde, scheint man heute in kurzer zeit aufholen zu wollen. Die Biologie ist die große Wissenschaft des 21. Jahrhunderts, die ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat. Die diesjährige Sommerserie bietet einen kurzen Überblick über die Geschichte dieser Wissenschaft.
28.6.2003 SCHULWEISHEITEN Der praktizierende Skeptiker erkennt, dass unsere Schulweisheit weniger erstarrt als überladen ist, sodass der Satz zutrifft: “In unseren Schulweisheiten gibt es Dinge, von denen zwischen Himmel und Erde keine Spur zu finden ist.”
21.6.2003 TEURE FORSCHUNG? Die Kosten der Grundlagenforschung in Frage zu stellen, ist engstirnig. Die Politik in den Technologienationen hat längst verstanden, welch enorme Bedeutung – auch im volkswirtschaftlichen und humanitären Sinne – die Grundlagenforschung hat.
14.6.2003 WIEDER KEINE SENSATION! Die Wissenschaft, insbesondere die Physik, muss nicht regelmäßig neu geschrieben werden, wie sensationshungrige Zeitgenossen manchmal erhoffen. Alle großen Theorien, wie die Quantenphysik oder die Relativitätstheorie, sind in der Praxis so weit bestätigt, dass sie durch neue Theorien nicht ersetzt, sondern allenfalls nachgebessert werden können.
7.6.2003 LOGIK UND SPRACHE Wer die ehemalige Wissenschaftssprache Latein lernt, lernt sprachlich-logisches Denken. Man kann die eigene Muttersprache beherrschen, wenn man gute Deutschlehrer gehabt hat. Wer aber Latein gelernt hat, besitzt Macht über die Sprache und erkennt ihre innersten Geheimnisse.
31.5.2003 DIE BEWEGTE ERDE Dreimal kam es in der Erdgeschichte zu großen Gebirgsbildungen. Vor über 400 Millionen Jahren erfolgte im Silur die kaledonische Gebirgsbildung. In der Karbonzeit kam es zur variszische Gebirgsbildung. Nach dem Ende der Saurier, im Tertiär, erfolgte die alpidische Phase. Sie dauert noch an, wie man an den zahlreichen Erdbeben in den Alpen erkennen kann.
24.5.2003 DIE URSUPPE Die Frage nach der Entstehung des Lebens wurde durch den weltbekannten Versuch Stanley Millers von 1953 nicht beantwortet. Wir wissen aber heute, dass alle komplizierten Bausteine der Organismen spontan aus toter Materie entstehen können.
17.5.2003 AUFKLÄRUNG UND ROMANTIK Die heutigen Naturwissenschaftler sind die Urenkel der Aufklärer, und die Leute von Greenpeace oderGlobal 2000 sind die Nachkommen der Romantiker. Aufklärung und Romantik sind entgegengesetzte Kräfte -zwei sich bekämpfende und doch wichtige Seiten kreativer Menschen.
10.5.2003 DIE VIRENJÄGER Solange altbekannte Seuchen (TBC, Malaria) im großen Stil töten und laufend neue (Aids, BSE, SARS) entstehen, steigt die Bedeutung von spezialisierten Forschungsinstituten, wie das Robert Koch Institut, stetig an. Vor allem bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen SARS hofft man auf die Virenjäger in Berlin.
3.5.2003 DAS WISSEN DER EUROPÄER Der Bildungsstand der Europäer ist nicht berauschend. 26 % der Europäer glauben, dass sich die Sonne um die Erde bewegt, 44 % wissen nicht, dass unsere Erde ein Jahr für einen Umlauf um die Sonne benötigt, und nur 60 % haben erfasst, dass die Steinzeitmenschen nicht zeitgleich mit den Sauriern lebten.
26.4.2003 DUMME AMERIKANER? Die USA haben sich in der PISA-Studie besser als erwartet geschlagen. Dies mag erstaunen, da Amerikaner angeblich keine Ahnung von europäischer Geschichte und Geografie haben. Der Vorwurf kehrt sich um, wenn man uns Europäern einfache Fragen über amerikanische Geschichte und Geografie stellt.
19.4.2003 250 JAHRE SPECIES PLANTARUM Vor 250 Jahren - wurde Linnés wissenschaftliches Hauptwerk "Species plantarum" (Pflanzenarten) abgeschlossen. Die Bedeutung dieser Arbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen, denn Linné präsentierte damit die "binäre Nomenklatur", wobei er der modernen Biologie den Weg bereitete.
12.4.2003 DIHYDROGENMONOXID Ist die chemische Substanz Dihydrogenmonoxid (DHMO) gefährlich oder nicht? Wie auch immer - glauben wir nicht alles, was man uns an Angstmacherei unterjubelt, egal ob es sich um Chemie, Krieg oder Politik handelt.
5.4.2003 Dr. SELTSAM Im Film "Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben" geht es um die Gefahr eines durch eine Verkettung von Zufällen ungewollt ausgelösten Atomkrieges. Stanley Kubrick hat daraus ein filmisches Denkmal des Irrsinns gemacht. Wenn man die Unumkehrbarkeit einmal in Gang gesetzter Vernichtungsmaschinen perfektioniert, dann gibt es keinen stabilen Frieden mehr in der Welt.
29.3.2003 WISSENSCHAFT IST MACHT Zwischen 1933 und 1936 wurden allein aus Deutschland 1600 Wissenschaftler vertrieben. Später folgten – auch aus dem kommunistischen Osteuropa - viele nach. Sie emigrierten großteils in die USA und verhalfen dem Land zu seiner heutigen Macht.
22.3.2003 DIE MUTTER ALLER BOMBEN Der Philosoph Heraklit hatte Recht, als er meinte, dass der Krieg der Vater aller Dinge sei. Die meisten technischen Errungenschaften haben und hatten einen militärischen Bezug. Der Begriff "Vater" wird allerdings immer öfter durch "Mutter" ersetzt.
15.3.2003 DER FALL WILKOMIRSKI Die menschliche Psyche ist ein Bereich, der sich dem Zugang der Wissenschaft nur zögernd öffnet. Der Glaube an die Kraft der menschlichen Vernunft wird durch dramatische Vorkommnisse immer wieder erschüttert. Zu den dunkelsten Kapiteln seelischer Abgründe zählt die Suggestion, wie der „Fall Wilkomirski“ zeigt.
8.3.2003 50 JAHRE DOPPELHELIX Mit der vor genau 50 Jahren erfolgten Entdeckung der beiden Genetiker Watson und Crick verlor die Biologie ihre Unschuld, öffnete aber gleichzeitig der Medizin, welche die Erkenntnisse der modernen Biologie nach und nach übernahm, neue Wege.
1.3.2003 UNTAUGLICH Der spätere Professor und Nobelpreisträger Richard Feynman, Mitentwickler der Atombombe in Los Alamos und einer der brillantesten Physiker aller Zeiten, wurde von der US-Army für geistig behindert und somit untauglich erklärt. Eine kabarettreife Einlage eines Armee-Psychiaters!
22.2.2003 DIE VERWUNDBARE STELLE Seit einigen Wochen liegen dunkle Schatten über der modernen Biologie, und diesmal geht es nicht allein um ethische Fragen. Die dunklen Schatten treffen die Forschung an ihrer verwundbaren Stelle: An den gehäuft auftretenden Misserfolgen.
15.2.2003 DER GELBE HYPERRIESE Der Absturz der Raumfähre Columbia und der tragische Tod der sieben Astronauten hatten die üblichen Wortmeldungen zur Folge. "Man werde trotz des Unglücks die Erforschung des Weltalls mit Hilfe der Raumfahrt weiterführen", hieß es. Das einzige dazu passende Zitat findet man in Goethes Faust: „Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube."
8.2.2003 HÄMOGLOBIN Max Perutz erhielt 1962 den Chemienobelpreis für seine Entschlüsselung der räumlichen Struktur des lebenswichtigen Hämoglobins. 1970 klärte er außerdem dessen Funktionsweise. Perutz starb vor einem Jahr am 6. Februar 2002 in Cambridge.
1.2.2003 EMBRYONENSELEKTION Zwei Drittel der Mitglieder des deutschen nationalen Ethikrates haben sich für eine Zulassung der umstrittenen PID (Präimplantationsdiagnostik) aussprechen. Kinder, die mit großer Wahrscheinlichkeit an einer Erbkrankheit leiden würden, sollen nicht ausgetragen werden müssen.
25.1.2003 GEKLONTE MENSCHEN Klonen von Menschen ist keine große Vision sondern die bedenkliche Idee einiger weniger geltungssüchtiger Mediziner, die von Genetik und Molekularbiologie wenig Ahnung haben.
18.1.2003 DAS HIMMELSJAHR 2003 Im Laufe des Jahres 2003 spielen sich am Himmel dramatische Dinge ab, von denen einige hier erwähnt seien.
11.1.2003 HEISENBERG IN DER LAWINE Eine Lawine hätte 1933 beinahe vier großen Physikern - darunter Werner Heisenberg und Niels Bohr - das Leben gekostet. Auch heute wird Lawinengefahr immer wieder unterschätzt.
4.1.2003 KOALITIONEN DER ZUKUNFT Die Zukunft wird schon in wenigen Jahren den Koalitionen zwischen ökonomisch und ökologisch denkenden und handelnden Parteien gehören. Das griechische Wort „Oikos“ bedeutet Haushalt. Wirtschaftlicher und natürlicher Haushalt sind auf Dauer nicht zu trennen.
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