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EIN KLEINES LICHTLEIN

Desinteresse, Ideologielastigkeit und andere Oberflächlichkeiten haben vergessen lassen, dass es um unsere Umwelt im globalen Maßstab nicht gut bestellt ist. Ein paar Beispiele seien erwähnt.

Die Weltmeere strotzen von Plastikabfällen. Nach jüngsten Erkenntnissen von Forschern wachsen die Abfallmengen rasch an. Das Unangenehme daran ist, dass der Unrat bestehen bleibt, denn die meisten Kunststoffe sind langlebig. Dies berichtet das Wissenschaftsmagazin „Nature“ www.nature.com in einer der letzten Ausgaben. Die inzwischen klein zerriebenen Abfälle werden von Meerestieren aufgenommen und gelangen - mit nachhaltigen Folgen für Natur und Mensch - in die Nahrungskette.

Forscher der amerikanischen Regierung haben bestätigt, dass die Kohlendioxid-Werte in der Erdatmosphäre auf ein neues Rekordniveau angestiegen sind. Die soeben im Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ veröffentlichten Daten der „US National Oceanic and Atmospheric Administration“ (NOAA) www.cmdl.noaa.gov bestätigen, dass die Werte 2003 auf 376 ppm (Teilchen pro Million) angestiegen sind.

Im März sprachen Wissenschaftler vom größten Massensterben der Natur seit Beginn des irdischen Lebens. Hinweise darauf liefern Untersuchungen in Großbritannien: Besonders arg betroffen davon sind Pflanzen und Schmetterlinge berichten Forscher im Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ www.newscientist.com. Bisher hat es nur Hinweise auf das Verschwinden von Vogelarten gegeben. Nun mehren sich die Anzeichen, dass auch für besonders widerstandsfähig gehaltenen Insektenarten immer schneller verschwinden.

Zum Trend der Ignoranz passt eine Meldung vom Februar dieses Jahres, die genauso wenig wahrgenommen wurde, wie die längst zur Gewohnheit gewordenen Berichte von den schwindenden Regenwäldern und den geplünderten Ozeanen: Die Werbeeinschaltung der Umweltorganisation „Oceana“ www.oceana.org wurde wegen angeblich zu kritischer Berichterstattung von der Internetseite der Google-Suchmaschine weginterveniert.

Sorglose Politik tendiert zum permanenten ökologischen und ökonomischen Schuldenmachen. Das kann auf Dauer unmöglich gut gehen. Wenn manchen Politikern und Managern schon eine gewisse Gesinnung zum langfristigen ökologischen und ökonomischen Wirtschaften fehlt, so hoffen wir anlässlich des Pfingstfestes, dass wenigstens ein kleines Lichtlein zwecks nachhaltiger Wirkung zu leuchten beginnen möge.

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© 2004 Rudolf Öller, Bregenz