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ALBERT EINSTEIN (125. Geburtstag)

Der junge Mann namens Albert Einstein, der am Patentamt in Bern arbeitete, verfügte weder über einen Studienabschluss noch über ein physikalisches Labor. Alles, was er hatte, waren seine Familie, seine Bücher und seine „Bärenhöhle“ -ein Zimmer, in das er sich zurückzog, um wissenschaftliche Arbeiten zu lesen und darüber zu grübeln.

1905 veröffentlichte Einstein gleich vier Arbeiten, die allesamt der Physik eine neue Richtung gaben: "Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt", "Über eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen", "Über die von der molekularkinetischen Theorie der Wärme geforderte Bewegung von in ruhenden Flüssigkeiten suspendierten Teilchen" und "Zur Elektrodynamik bewegter Körper".

Der erste Aufsatz über Lichtteilchen brachte später den Nobelpreis für Physik, die zweite Arbeit über die so genannte „Brownsche Molekularbewegung“ wurde an der Universität Zürich erfolgreich als Doktorarbeit eingereicht, die dritte zählt zu den am meisten zitierten wissenschaftlichen Publikationen des 20. Jahrhunderts, und im vierten Manuskript versteckt sich das, was später als "spezielle Relativitätstheorie" bekannt wurde. Diese Theorie und die zehn Jahre später veröffentlichte "allgemeine Relativitätstheorie" zählen heute noch zu den am schwersten zu verstehenden Brocken der Naturwissenschaften.

Albert Einstein ist immer wieder von Journalisten gebeten worden, in wenigen Sätzen zu sagen, was die allgemeine Relativitätstheorie wirklich darstellt. Einmal war Einstein der Fragerei überdrüssig und sagte: "Früher hat man geglaubt, wenn alle Dinge aus der Welt verschwinden, so bleiben noch Raum und Zeit übrig; nach der Relativitätstheorie verschwinden aber Raum und Zeit mit den Dingen." Einstein drückte damit die schwer verständliche Tatsache aus, dass es ohne Materie buchstäblich gar nichts gibt, nicht einmal Raum und Zeit.

Die Relativitätstheorie ist übrigens keine in den Wolken schwebende Behauptung sondern findet längst in allerlei Geräten ihre praktische Anwendung. So werden in einem Computermonitor Elektronen mit über 20 Kilovolt beschleunigt. Laut Relativitätstheorie nimmt die Masse der Elektronen dabei messbar zu. Berücksichtigte man diese Massenzunahme nicht, so zeigten die Elektronen auf einem Bildschirm Abweichungen im Millimeterbereich. Ein scharfes Bild wäre somit nicht möglich. Monitore und andere Geräte funktionieren also auch dank Einstein.

Einsteins 125. Geburtstag am 14. März erinnert an eine der größten Umbrüche in der Geschichte der Wissenschaft.

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© 2004 Rudolf Öller, Bregenz