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ERSTE HILFE

Sanitäter wissen, dass eine Rettungsaktion in der Regel erfolgreich abläuft, wenn beherzte Helfer an Ort und Stelle richtige Erste Hilfe leisten. Wer einen Führerschein erwerben will, muss einen sechsstündigen Pflichtkurs in Erster Hilfe absolvieren. Diese 6 Stunden sind knapp bemessen, vor allem dann, wenn dreißig oder mehr Leute gleichzeitig einen Kurs besuchen. Besser ausgebildet sind Besucher eines sechzehnstündigen Kurses, an dem sie aus freien Stücken teilnehmen.

Hand aufs Herz! Wer kennt noch die unerlässlichen Regeln der Ersten Hilfe und die richtige Vorgehensweise? Der Ersthelfer beginnt, sofern eine Gefahrenzone (Straße, Schipiste usw.) vorliegt, mit der Absicherung des Gefahrenbereichs und - wenn möglich - der Bergung des Patienten in einen gefahrlosen Bereich. Niemand darf sich selbst in Gefahr zu bringen. Kein Ersthelfer soll den Helden spielen, er muss in erster Linie für die eigene Sicherheit sorgen.

Findet man einen reglosen Menschen, so stellt man zunächst durch Ansprechen, Berühren und Zufügen eines leichten Schmerzreizes fest, ob er bei Bewusstsein ist. Reagiert er nicht, dann müssen die Atem- und Kreislaufzeichen kontrolliert werden. Erst dann wird eine Notfalldiagnose erstellt. Bei Bewusstlosigkeit wird der Patient in eine stabile Seitenlage gedreht. Dies gewährleistet eine ungehinderte Atmung. Bei Atem-Kreislaufstillstand wird der Patient in Rückenlage und auf hartem Untergrund beatmet und das Herz massiert.

Die Mund-zu-Mund-Beatmung ist deshalb möglich, weil die Luft, die wir ausatmen, immerhin 17 Prozent Sauerstoff enthält. Die Wiederbelebung muss so lange durchgeführt werden, bis die Rettung oder ein Arzt erscheint. Die Sanitäter und der Notarzt setzen die Maßnahmen mit Hilfe von Beatmungsmasken, reinem Sauerstoff, Defibrillatoren und Medikamenten weiter fort. Wenn bei einem Atmen-Kreislaufstillstand keine Wiederbelebung erfolgt, so sind nach den ersten 5 Minuten bereits drei Viertel der Patienten verstorben. Nach weiteren 5 Minuten kann der nicht reanimierte Patient auch vom besten Rettungsteam der Welt nicht mehr gerettet werden.

Ersthelfer lernen, wie man starke Blutungen stillt, und dass man Gliedmaßen nur an bestimmten Stellen und nur im äußersten Notfall abbinden darf, weil hier ein Fehler dem Patienten schaden kann. Man lernt außerdem, dass unter einem "Schock" ein drohendes Kreislaufversagen zu verstehen und auch in diesem Fall richtige Erste Hilfe notwendig ist. Einen Teil der Freizeit für eine Auffrischung der Erste Hilfe-Kenntnisse zu verwenden, könnte einem anderen Menschen das Leben retten.

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© 2002 Rudolf Öller, Bregenz