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DEEP IMPACT

Der Hollywoodfilm mit dem Titel "Deep Impact" (intensiver Einschlag) hat den Aufprall eines großen Meteoriten auf der Erde zum Thema. Aus den Tiefen des Weltalls kommt ein Brocken von der Größe eines Gebirges dahergeflogen. Der Versuch einer Astronautenmannschaft, mit dem Raumschiff "Messiah" auf dem Himmelskörper zu landen um ihn zu sprengen, ist vergeblich. Es kommt zur Katastrophe.

Der Untergang der Menschheit durch Bedrohungen aus dem All war schon öfter ein Thema für Hollywood. Ein bevorstehender Weltuntergang ist schließlich ein beklemmendes Thema, mit dem sowohl Filmemacher als auch Sekten Geschäfte machen können.

Eine mögliche Bedrohung ist tatsächlich gegeben. Im Weltall ziehen nicht nur Planeten und Monde ihre überschaubaren Bahnen. Es gibt auch Vagabunden wie Kometen und Asteroiden. Manchmal gerät so ein kosmischer Abweichler in den Einfluß der Schwerkraft eines Planeten, stürzt ab und schlägt ein. In diesem Fall spricht man von Meteoriten. Der Riesenplanet Jupiter zieht aufgrund seiner Größe viele Irrläufer an - so geschehen im Sommer 1994. Damals stürzte der Komet Shoemaker-Levy 9 auf Jupiter. Wäre der Einschlag auf der Erde erfolgt, das Ende der menschlichen Zivilisation wäre unausweichlich gewesen.

Das Leben auf der Erde hat sich im Laufe der Jahrmillionen nicht gleichmäßig entwickelt. In der langen Geschichte des Lebens gab es immer wieder Einschnitte. Viele dieser Unterbrechungen sind auf Klimaveränderungen zurückzuführen, wobei Meteoriten eine Rolle gespielt haben könnten. Geologen und Paläo-Wissenschaftler haben mindestens 17 Krisen der Evolution nachgewiesen. Das Aussterben der Saurier war nur eine, wenn auch eine spektakuläre.

Vor über 500 Millionen Jahren kam es zu mehreren Störungen, dabei wurde die Artenzahl der damals lebenden Dreilapperkrebse arg dezimiert. Diese Dreilapperkrebse verschwanden schließlich endgültig vor 248 Millionen Jahren am Ende des Erdaltertums gemeinsam mit einer Reihe von Reptilien. Nur wenige Kriechtiere überlebten, aus denen sich in der Folge die Saurier entwickeln konnten. Dieses Massaker an der Wende vom Erdaltertum zum Erdmittelalter war das wahrscheinlich schlimmste in der Entwicklungsgeschichte des Lebens. Zwischen diesem Massensterben und dem Aussterben der Saurier lagen mehrere Krisen, wodurch die Artenzahl jedesmal drastisch verringert wurde.

Trotz aller Katastrophen, seien sie von Vulkanen oder Meteoriten verursacht, können wir uns einer Sache sicher sein. Das Leben wird, egal ob mit oder ohne Menschen, weitergehen, solange die Sonne unsere Erde mit Energie versorgt.

Endzeitängste
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Spektrum der Wissenschaft

© 1998 Rudolf Öller, Bregenz